Freitag, 17. März 2017

Gelesen: "Wohin der Wind uns trägt" von M. W. Fischer



-          Format: Kindle Edition
-          Dateigröße: 1658 KB
-          Seitenzahl der Print-Ausgabe: 320 Seiten
-          Verlag: Forever (13. Januar 2017)
-          Sprache: Deutsch



Die 21-jährige Sarah hat in ihrem Leben bisher noch nicht viel auf die Reihe bekommen. Sie lebt bei ihrer Großmutter Emily und schlägt sich mit Gelegenheitsjobs durch. Ihren Traum, Innenarchitektin zu werden, hat sie schon fast vergessen. Das ändert sich, als sie Ashton kennenlernt, einen gutaussehenden angehenden Anwalt. Er motiviert sie, sich für ein Studium zu bewerben. Doch wird Ashton auch dann noch zu ihr halten, wenn er von ihren Panikattacken und ihrer Vergangenheit erfährt? Schon bald muss Sarah erkennen, dass auch ihr neuer Freund ein düsteres Geheimnis verbirgt …
(Quelle: Forever)


Der Roman „Wohin der Wind uns trägt“ stammt vom Autor M.W. Fischer. Es ist das Debüt des Autors und ich wurde hier sehr vom Cover angesprochen. Der Klappentext tat sein Übriges und ich so habe ich neugierig mit dem Lesen begonnen.

Sarah als Protagonistin hat mir gut gefallen. Sie ist sehr schön ausgearbeitet, hat Ecken und Kanten. Ihre Vielsichtigkeit hat mir zugesagt. Sie sehnt sich zum einen sehr nach Liebe, ist eher unsicher und schon fast verloren. Auf der anderen Seite wirkte sie aber auch sehr abweisend. Dies tut sie aber nur weil sie selbst Angst hat zurückgewiesen zu werden.
Oma Emily mochte ich auch sehr. Sie war immer für Sarah da und hat auch immer versucht ihre Enkelin zu unterstützen.

Auch die anderen Charaktere der Geschichte sind wirklich gut beschrieben. Man kann sie sich gut vorstellen und die Handlungen verstehen. Die Mischung ist hier gelungen, es ist von jedem etwas dabei.

Der Schreibstil des Autors ist leicht und flüssig. Ich bin flott und einfach durch die Geschichte gekommen, konnte mühelos folgen und alles nachvollziehen.
Die Handlung an sich ist eigentlich gar nicht so schlecht, von der Idee her. Allerdings hatte ich zwischendrin immer wieder das Gefühl das alles sehr konstruiert wirkte. Es ging hier viele zu glatt, vielen wirkte unglaubwürdig.
Von der Idee her hat es mir, wie bereits erwähnt, gut gefallen. Der Autor zeigt wie die Vergangenheit einen Menschen doch lenken kann. Wenn man sie nicht kennt ist man trotzdem nicht geschützt davor.

Das Ende wiederum konnte mich überzeugen. Es passt zur eigentlichen Geschichte hier, rundet und schließt sie richtig gut ab. Das Ende hat nochmal ein wenig rausgeholt für mich.


Insgesamt gesagt ist „Wohin der Wind uns trägt“ von M.W. Fischer ein Roman, der mich nicht ganz überzeugen konnte.
Vorstellbar gestaltete Charaktere, ein sehr angenehm flüssig zu lesender Stil des Autors und eine Handlung, die von der Idee her wirklich klasse ist, in deren Umsetzung ich aber nicht immer alles nachvollziehen konnte, haben mich trotz allem sehr gut unterhalten.
Durchaus lesenswert!




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