Freitag, 21. April 2017

Gelesen: "Immer wieder im Sommer" von Katharina Herzog



-    Broschiert: 384 Seiten
-    Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag (22. April 2017)
-    Sprache: Deutsch
-    ISBN-10: 3499291118
-    ISBN-13: 978-3499291111



Vom Mut, das Glück wiederzufinden.
Zweimal hat Anna ihr Herz verloren: Einmal an Max, doch die Ehe ging vor fünf Jahren übel in die Brüche. Und dann war da Jan ... die unvergessene Liebe eines Jugendsommers. Schon lange fragt sie sich, was aus ihm geworden ist. Als sie erfährt, dass er auf Amrum wohnt, beschließt die sonst so vernünftige Anna spontan, mit ihrem VW-Bus gen Küste zu fahren. Doch dann meldet sich ihre Mutter, zu der sie seit 18 Jahren keinen Kontakt mehr hatte, mit schlimmen Nachrichten und einer großen Bitte. Am Ende sitzen nicht nur Anna und ihre Mutter zusammen im Auto, sondern auch ihre beiden Töchter - und Max ...
Ein Buch wie eine perfekt gepackte Strandtasche: berührendes Familiendrama, wunderschöne Liebesgeschichte und Road Novel.
(Quelle: Rowohlt)


Katharina Herzog war mir bis zu diesem Roman komplett unbekannt. Umso gespannter war ich auf ihr neuestes Werk „Immer wieder im Sommer“. Sowohl vom Cover als auch vom Klappentext wurde ich hier sehr angesprochen und so machte ich mich neugierig ans Lesen.

Anna, die Protagonistin, gefiel mir richtig gut. Sie lebt ein durchschnittliches Leben und ist von ihrem Mann geschieden. Anna ist Mutter von zwei Töchtern, zu ihrer eigenen Mutter hat sie keinen Kontakt mehr. Bis dieser Brief sie erreicht. Ich mochte Anna sehr gerne, sie hat Ecken und Kanten, die sie menschlich erscheinen ließen und authentisch wirken ließen.
Max ist ebenfalls richtig gut gezeichnet. Auch ihn konnte ich mir sehr gut vorstellen, seine Handlungen nachvollziehen. Er ist ja Annas Jugendliebe und wenn man ihn kennenlernt, dann versteht man, weshalb sie sich zu ihm hingezogen fühlt. Er hat einfach was.

Die anderen Figuren, wie Annas Töchter oder auch Frieda, ihre Mutter, oder eben Jan sind Katharina Herzog ebenso richtig gut gelungen. Wobei ich aber gestehen muss, Jan wirkte schon das ein oder andere Mal etwas merkwürdig auf mich.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und man kommt flott und leicht durch die Seiten. Je mehr ich hier gelesen habe, desto mehr wollte ich auch wissen wie es weitergeht.
Geschildert wird das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven. Mir gefiel das richtig gut, denn so lernt man alle Seiten gut kennen und verstehen und bekommt verschiedene Blickwinkel geboten.
Die Handlung selbst empfand ich als sehr gelungen. Es ist eine Familiengeschichte mit einigen Geheimnissen, die vom Leser gelüftet werden wollen. Langeweile sucht man hier vergebens, es geschieht hier so einiges. Dabei berührt das Geschehen das Herz des Lesers auf ganz besondere Weise, denn es ist eine Geschichte, die überall passieren kann.
Der Handlungsort mit Amrum ist sehr schön gewählt. Die Autorin beschreibt die Umgebung sehr anschaulich und somit vorstellbar.

Das Ende des Romans hat mir wirklich sehr gut gefallen. Es passt sehr gut zum Gesamtgeschehen, schließt es ab und macht es richtig schön rund. Ich war nach dem Beenden sehr zufriedengestellt.


Zusammengefasst gesagt ist „Immer wieder im Sommer“ von Katharina Herzog ein richtig schöner Roman, der vor toller Kulisse spielt.
Glaubhafte, sehr lebensnahe Charaktere, ein flüssiger leicht zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die eine sehr schöne Familiengeschichte beherbergt und das Herz des Leser auf ganz besondere Weise zu berühren vermag, haben mich wunderbar unterhalten und auf ganzer Linie überzeugt.
Wirklich zu empfehlen!



Ich bedanke mich beim Verlag und der Autorin für das Rezensionsexemplar und die Leserunde!


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Du möchtest mir einen Kommentar hinterlassen?
Das ist wirklich super!
Ich freue mich immer über deine Meinung!
Vielen lieben Dank!