Donnerstag, 27. April 2017

Gelesen: "White Zone - Letzte Chance" von Katja Brandis



-    Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
-    Verlag: Beltz & Gelberg (6. März 2017)
-    Sprache: Deutsch
-    ISBN-10: 3407821948
-    ISBN-13: 978-3407821942
-    Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre


 

Sechs straffällige Jugendliche, darunter die 19-jährige Crash, erhalten eine letzte Chance: In einer alten Forschungsstation in der Antarktis sollen sie ihr Leben in den Griff bekommen. Doch das Abenteuer wird zum Höllentrip. Ein Unbekannter bedroht die Gruppe und die unmenschliche Umgebung fordert ihren Preis. Nicht nur Crashs Nerven liegen blank. Als die Jugendlichen schließlich ein japanisches Walfangboot bei seiner grausamen Arbeit beobachten, entsteht ein riskanter Plan, für den sie alles auf eine Karte setzen.
(Quelle: Beltz & Gelberg)


Der Jugendroman „White Zone – Letzte Chance“ stammt von der Autorin Katja Brandis. Für mich war dies nicht der erste Roman der Autorin, bisher war ich auch immer begeistert von ihren Geschichten. Umso neugieriger war ich daher nun auf dieses Buch, das mich vom Klappentext und Cover her sehr angesprochen hat.

Die Charaktere hier sind alle samt jugendlich. Insgesamt lernt man als Leser 6 Teenager kennen, 3 Jungen und 3 Mädchen.
Cash ist ein junges Mädchen, das früher viel Blödsinn gemacht hat. So hat sie beispielsweise Autos zu Schrott gefahren oder sich zu anderen kriminellen Machenschaften hinreißen lassen. Das soll aber der Vergangenheit angehören. Auch mich wirkte Cash sympathisch, authentisch und sehr glaubhaft. Im Verlauf der Handlung bemerkt man wie sie sich verändert.

Auch die anderen Jugendlichen konnte ich mir gut vorstellen. Man erfährt so einiges über sie, manche mag man, andere wiederum nicht. Mir gefiel die Vielfalt hier sehr gut.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig. Ich war von Beginn an drin, konnte der Handlung wirklich gut folgen.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Cash. Sie führt den Leser durch das Geschehen, man lernt sie so richtig kennen und einzuschätzen. Je weiter man vorankommt desto mehr Dinge erfährt man als Leser über Cashs Vergangenheit.
Die Handlung an sich braucht etwas Zeit bis sie sich wirklich entfaltet. Die Spannung baut sich erst nach und nach auf. Es handelt sich hier um eine Mischung aus Fiktion und doch durchaus brisanten Thema. Und es ist auch eine kleine aber feine Liebesgeschichte ins Geschehen integriert. Diese fügt sich gut ein, drängt sich dem Leser nicht auf. Für meinen Geschmack hätte es da schon ein wenig mehr sein dürfen.
Der Handlungsort der Geschichte ist die Antarktis. Allerdings nicht zur heutigen Zeit, sondern im Jahr 2030. Es geht nichts mehr ohne das Internet oder technische Raffinessen, ohne sind die Menschen regelrecht aufgeschmissen. Ich empfand diesen Umstand als interessant und wer weiß wie es wirklich in der Zukunft aussehen wird.

Das Ende hat mich wiederum überzeugt. Es bleiben hier keinerlei offene Fragen, alles wird schlüssig und gut abgeschlossen. Der Epilog tut hier sein Übriges und macht letztlich alles rund.


Alles in Allem ist „White Zone – Letzte Chance“ von Katja Brandis ein Jugendroman, der in der Zukunft spielt, mich aber nicht komplett mitreißen konnte.
Authentische sehr gut ausgearbeitete Charaktere, ein flüssig und gut zu lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die erst nach und nach zu ihrer vollkommenen Spannung findet und in der es neben einiger Fiktion auch um ein brisantes Thema geht, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!



Ich bedanke mich beim Verlag Beltz & Gelberg und Blogg dein Buch für das Rezensionsexemplar!


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