Montag, 24. April 2017

Gelesen: "Wie ich dich sehe" von Eric Lindstrom



Format: Kindle Edition
Dateigröße: 3448 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 351 Seiten
ISBN-Quelle für Seitenzahl: 3551583471
Verlag: Carlsen (25. November 2016)
Sprache: Deutsch

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»Ich bin wie du mit geschlossenen Augen, nur schlauer!«
Das ist Parkers Credo, und sie hat strenge Regeln aufgestellt, wie sie behandelt werden will. Seit der Trennung von ihrem Freund Scott und dem Tod ihres Vaters verlässt sie sich nur noch auf sich selbst. Für jeden Tag, an dem sie nicht heult, gibt sie sich einen Goldstern. Sie trainiert fürs Laufteam – okay, sie ist blind, aber ihre Beine funktionieren ja. Und sonst hält sie sich die meisten Leute mit Ruppigkeit vom Hals. Bis Scott ihrer Liebe doch noch eine Chance geben will …
(Quelle: Carlsen)


Der Jugendroman „Wie ich dich sehe“ stammt vom Autor Eric Lindstrom. Es handelt sich hierbei um das Debüt des Autors, das mich ganz besonders vom Klappentext und Titel her angesprochen hat. Aber auch das Cover kann sich sehen lassen und man wird als Leser neugierig auf die Geschichte, die sich hier verbirgt. Also begann ich gespannt mit dem Lesen.

Parker, die Protagonistin, ist 16 Jahre alt und blind. Doch sie lässt sich nicht unterkriegen, eher ist sie ein starkes und selbstbewusstes junges Mädchen. Sie geht auch sehr offen mit ihrer Behinderung um, hat einen Weg gefunden wie sie möglichst viel vom Leben mitnehmen kann. Parkers Umfeld ist etwas strenger mit ihr, manchmal wird sie als lebensmüde oder auch sehr risikobereit eingeschätzt, dabei weiß Parker genau was sie kann und was nicht. Nach außen präsentiert sich Parker doch immer recht hart, in ihrem Innersten aber ist sie sehr verletzlich und knabbert noch an Ereignissen der Vergangenheit.

Neben Parker gibt es noch andere Charaktere in der Geschichte. Auch sie sind dem Autor gelungen, er hat sie sehr gut ausgearbeitet und als Leser kann man sie sich gut vorstellen. Der Fokus der Geschichte aber liegt doch ganz klar auf Parker.

Der Schreibstil des Autors ist flüssig und ich bin locker und sehr leicht durch das Geschehen gekommen. Ich konnte sehr gut folgen und alles ist verständlich. Zudem wird alles doch auch bildhaft beschrieben, so dass man sich die Szenen auch sehr gut vorstellen kann.
Geschildert wird das Geschehen aus der Sichtweise von Parker. Hierfür hat der Autor die Ich-Perspektive verwendet. Ich empfand diese hier als sehr passend, denn als Leser erlebt man so alles hautnah mit.
Die Handlung wusste mich wirklich zu bewegen. Blinde Protagonisten sind nicht unbedingt oft in Romanen zu finden, auch ich hatte sie noch nicht so oft, so dass man als Leser doch immer wieder schlucken muss, wenn ihr Leben beschrieben wird. Es ist halt noch immer Besonders irgendwie.
Der Autor hat die Lebensweise der blinden Parker sehr gut beschrieben. Als Sehende war ich immer wieder fasziniert, immer wieder zum Nachdenken angeregt.

Das Ende ist gut gewählt. Es kommt vielleicht ein wenig abrupt, ist etwas schnell. Es passt aber sehr gut zur Gesamtgeschichte und macht diese richtig rund.


Zusammengefasst gesagt ist „Wie ich dich sehe“ von Eric Lindstrom ein Jugendroman, der mich sehr gefesselt und bewegt hat.
Tolle vorstellbare Charaktere, ein flüssiger leicht zu lesender Stil des Autors sowie eine Handlung, die sich mit einer Behinderung befasst und die mir immer wieder die Augen geöffnet und mich zum Nachdenken angeregt hat, haben mich begeistert und mir wunderbare Lesestunden beschert.
Klare Leseempfehlung!



1 Kommentar:

  1. Wow, scheint ein wirklich mitreißendes Buch zu sein. Danke für die Rezi.

    LG Ulrike

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